Mischkristalle und Kristallgemische:


Technische Metalle sind meist keine reinen Metalle sondern Legierungen.

Sie enthalten einmal Begleitelemente, die von den Ausgangsstoffen und von der Herstellung her rühren und oft absichtlich zugesetzte Legierungsstoffe. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wo diese Fremdatome im Kristallgitter zu finden sind.
 

 

 

Mischkristall:

Ist das Raumgitter in der Lage fremde Atome aufzunehmen (lösen), dann sprechen wir von einem Mischkristall.

Voraussetzung zur Bildung eines Mischkristalls ist, dass

Atome einen leeren Gitterplatz einnehmen (Austauschmischkristall) oder
die Atome so klein sind, dass sie sich zwischen die Lücken der einzelnen Atome einsetzen können (Einlagerungsmischkristall).

Außerdem müssen beide oder mehrere Metalle im gleichen Gittertyp erstarren.

 

d.h. z.B. kubisch oder hexagonal

 

Kristallgemisch: 

 

Von einem Kristallgemisch sprechen wir, wenn der 2. oder folgende Legierungsbestandteil als besondere Kristallart auftritt. Es sind also zwei oder mehrere Stoffarten in mehr oder weniger feiner Verteilung nebeneinander vorhanden.

Merke:

Treten Fremdatome im Metall auf, dann sind diese entweder im Kristallgitter zu finden (Austausch- oder Einlagerungsmischkristall) oder sie bilden ein eigenes Kristallgitter (Kristallgemisch).

 

Unterschied zwischen Mischkristall und Kristallgemisch?

Beim Mischkristall können Fremdatome die Gitterplätze des Grundmetalls einnehmen oder in den Lücken des Raumgitters sitzen.

Beim Kristallgemisch handelt es sich um ein Gemenge von zwei oder mehreren Stoffarten in feiner Verteilung nebeneinander.

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